Typische Fragen in der mündlichen Heilpraktikerprüfung – das verraten aktuelle Prüfungsprotokolle und Gespräche mit unseren Schülern!

 Wer sich auf die mündliche Heilpraktikerprüfung vorbereitet, stellt sich früher oder später die gleiche Frage: Was wird dort eigentlich wirklich gefragt?
Während schriftliche Prüfungen kalkulierbarer sind, empfinden viele Prüflinge die mündliche Überprüfung als unberechenbar.

In diesem Blogartikel zeigen wir dir, welche typischen Prüfungsfragen in den letzten Monaten immer wieder in den Protokollen auftauchten – und wie du dich darauf optimal einstellen kannst.

 Die Prüfungsämter dürfen zwar keine offiziellen Fragenkataloge herausgeben, aber Prüflinge berichten uns nach ihrer Überprüfung regelmäßig, welche Themen sie erwarten mussten.
Dadurch entsteht ein sehr authentisches Bild der tatsächlichen Prüfungsrealität:

  • Welche Krankheitsbilder werden bevorzugt abgefragt?
  • Welche Differenzialdiagnosen tauchen immer wieder auf?
  • Welche rechtlichen Grundlagen solltest du sicher beherrschen?
  • Welche Notfälle werden regelmäßig thematisiert?

Die Auswertung hunderter Prüfungsprotokolle zeigt deutlich: Auch wenn jede Prüfung individuell ist, wiederholen sich bestimmte Themen Jahr für Jahr.

Häufige Prüfungsfrage: Differenzialdiagnosen klassischer Beschwerdebilder

Ein Dauerbrenner in nahezu allen mündlichen Prüfungen sind reale oder fiktive Patientenfälle.
Typische Beispiele aus den aktuellen Protokollen:

  • „Eine Patientin kommt mit akutem Oberbauchschmerz. Welche Differenzialdiagnosen stellen Sie?“
  • „Ein Patient klagt über plötzlich auftretenden Schwindel und Übelkeit. Wie gehen Sie in Ihrer Anamnese vor?“

Hier prüfen die Ausschüsse nicht nur dein medizinisches Wissen, sondern auch strukturiertes Denken, Redefähigkeit und therapeutische Vorsicht.
Wichtig ist, dass du sicher erkennst, wann ein Notfall vorliegt und eine sofortige ärztliche Vorstellung notwendig ist. Das üben unsere Schüler Thema für Thema.

Klassiker: Infektionsschutzgesetz & Hygieneregeln

Fragen zu IfSG, Heilpraktikergesetz, Meldepflichten und Hygienemaßnahmen tauchen in fast allen Prüfungsprotokollen auf.
Beispiele:

  • „Welche Erkrankungen unterliegen der namentlichen Meldepflicht?“
  • „Wie verhalten Sie sich bei Verdacht auf eine übertragbare Erkrankung?“

Hier zählt vor allem Rechtssicherheit. Die Prüfer möchten sehen, dass du Risiken erkennst und weißt, wie du Patient*innen und Umfeld schützt.

Notfälle – ein unverzichtbares Prüfungsthema

Kaum eine mündliche Überprüfung vergeht ohne konkrete Notfallfragen:

  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Anaphylaxie
  • Akute Atemnot
  • Bewusstlosigkeit

Viele Protokolle berichten, dass Prüfer*innen Wert darauf legen, dass du klare, strukturierte Handlungsabläufe beschreiben kannst:
Was tust du zuerst? Was danach? Und welche Maßnahmen liegen außerhalb des heilpraktischen Tätigkeitsbereichs?

Rechtliche Grundlagen der Heilpraktikertätigkeit

Ein weiteres Themenfeld, das regelmäßig abgefragt wird, sind rechtliche Grenzen:

  • Invasive Techniken
  • Schweigepflicht
  • Aufklärungspflichten
  • Hygieneplan

Die Prüfer*innen möchten sicherstellen, dass du verantwortungsbewusst arbeitest und sowohl deine Befugnisse als auch deine Grenzen kennst.

Psychische Erkrankungen & Gesprächsführung

Laut vielen Prüfungsprotokollen haben psychische Themen in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen.
Beliebt sind unter anderem:

  • Depression
  • Angststörungen
  • Suizidalität (immer ein kritischer Punkt!)
  • Somatoforme Störungen
  • Abhängigkeitserkrankungen

Besonders häufig:
„Wie gehen Sie bei Verdacht auf Suizidalität vor?“
Hier ist ein klares, rechtssicheres und fachlich korrektes Vorgehen essenziell.

Handout: Häufige Fragen in der mündlichen Prüfung

Wir haben die typischen Themen der mündlichen Heilpraktikerüberprüfung in einem Handout für dich zusammengefasst. Hier kannst du es herunterladen:

Zum Handout typische Prüfungsfragen