Manuelle Therapie Fortbildung

Ganzheitliche Behandlung körperlicher Funktionsbeschwerden

Schmerzen am Bewegungsapparat zählen zu den häufigsten Volkskrankheiten in unserer Gesellschaft. Die Ursachen und Ausprägungen sind vielfältig. Oftmals wird der Heilpraktiker deswegen aufgesucht. Die Therapiemethoden reichen von Massage über Fasziale Therapien, chiropraktische Eingriffe bis zu osteopathischen Manipulationen. Allem voran steht eine aussagekräftige Diagnose, die mit bildgebenden Verfahren und Tests durchgeführt wird.

Es gibt viele Methoden, die alle die Ganzheitlichkeit im Blick haben sollten. Der Körper ist als Zusammenspiel von Muskeln, Sehnen und Bändern, Knochen sowie der Faszien zu betrachten.

Manuelle Therapie Fortbildung

Unsere Manuelle Therapie Fortbildung ist sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Therapeuten geeignet. In dem zweitägigen Wochenend-Seminar werden alle gängigen Methoden vermittelt und praktisch geübt.

Fortbildungsinhalte:

– Grundlagen der faszialen Strukturen des Körpers

– Fasziendistorsionsmodell (FDM)

Das Fasziendistorsionsmodell ist eine medizinische Sichtweise, welche die Ursache für körperliche Beschwerden und Funktionseinschränkungen auf eine oder mehrere von sechs typischen Verformungen der menschlichen Faszien zurückführt. Werden diese Fasziendistorsionen korrigiert, können Schmerzen und Bewegungseinschränkungen effektiv, messbar und nachvollziehbar behandelt werden.

Die FDM-Diagnostik basiert auf drei Säulen und führt zu einer eigenständigen FDM-Diagnose. Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei die Interpretation der Schmerzgestik des Patienten ein. Durch eine spezielle Deutung können intuitive Gesten entschlüsselt werden und geben direkte Hinweise auf Faszienverformungen. Eine umfassende Anamnese und Untersuchung ergänzt den FDM-Befund.

– Muskel-Energie-Techniken (MET)

Dies ist der Name für manuelle Techniken, bei denen über isometrische oder isotonische Widerstände die Muskulatur behandelt wird. Der Patient soll seine Muskeln »auf Kommando« aus einer genau kontrollierten Position gegen eine deutliche Gegenkraft in eine spezifische Richtung bewegen.

Durch die gezielte Ansteuerung der Muskulatur können folgende Ziele erreicht werden:

  • Lösen verhärteter Strukturen,
  • Mobilisierung von Gelenken
  • Lösen von Blockierungen
  • Funktionsverbesserung
  • Verbesserung der muskulären Koordination
  • Schmerzlinderung

Dabei erfolgt eine vorsichtige Einstellung des blockierten Gelenkes an der Bewegungssperre. Durch leichtes Anspannen der örtlichen Gegenspielermuskulatur wird eine reflektorische Entspannung der örtlichen Muskulatur verursacht, mit der Folge, dass sich die Bewegungsbarriere verschieben und das Gelenkspiel dadurch vergrößern lässt. So werden schmerzfreie Bewegungen wieder möglich.

Die Muskel-Energie-Techniken entwickelten sich aus der osteopathischen Tradition und werden besonders dem Osteopathen Fred Mitchell sen. zugesprochen. Seine Söhne bauten das Konzept weiter aus und in den letzten Jahrzehnten hat es weitere Entwicklungen im Bereich der MET gegeben. Parallel entstanden ähnliche Techniken in Methoden der Physiotherapie wie der PNF (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation), der PIR (postisometrische Relaxation) nach Karel Lewit und der reziproken Hemmung.

– Osteopathische Grifftechniken

Mit Hilfe des Listening-Tests wird erst allgemein geschaut, wo Dysbalancen und Spannungsveränderungen im Gewebe zu finden sind. Nach der Untersuchung kann dann individuell mit den Faszienmodulationstechniken eine Homöostase angeregt und die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert und gestärkt werden.

Dozent

HP Stefan Schäfer ist Physiotherapeut und Osteopath. An unserer Schule arbeitet er außerdem als Dozent für Heilpraktikeranwärter und lässt die Schüler an seiner jahrelangen Praxiserfahrung teilhaben.